Beschreibung
Beethovens poetischer Kontrapunkt
Heinemann, Michael | Dass Ludwig van Beethoven keine Fugen schrieb, die mit Johann Sebastian Bachs|paradigmatischen Werken konkurrieren können, ist hinlänglich bekannt. Doch|suchte Beethoven auch nicht die historistische Herausforderung, sondern|vielmehr die Nutzung einer traditionsreichen Satztechnik für seine Zwecke.|Die Offenheit der Form in Verbindung mit dem Ansatz, Kompositionen aus dem|Material weniger Töne zu entwickeln, ließ Beethoven zumal im Spätwerk nach|Möglichkeiten suchen, die althergebrachte Kunstform der Fuge mit einer|’poetischen Idee‘ zu revitalisieren. In den letzten Fugen gelang es ihm, nur|aus dem Diskurs des Materials Kompositionen zu generieren, die mit rein|musikalischen Mitteln zu einer Ideenmusik sui generis wurden.|Kurze Analysen dieser kontrapunktischen (Teil-)Sätze bilden die|Voraussetzung, Beethovens Spätwerk neu zu deuten: Der ästhetische Gehalt ist|eine genaue Funktion der Satztechnik und seine ‚Philosophie der Musik’|(Adorno) ein Programm, das erst durch die Mittel der Fuge kompositorisch|realisiert werden konnte.






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